Die afrikanischen Löwen – neue Serie über sich rapide entwickelnde afrikanische Volkswirtschaften

African lionDenken wir an den afrikanischen Kontinent, so entstehen schnell Bilder, die sich in den letzten Jahrzehnten kaum geändert haben. Afrika, ein Kontinent der Armen, der korrupten Anführer, der Konflikte. Neuerdings hat sich der Fokus auf Migration gelegt, seit jedes Jahr mehrere tausend Afrikanerinnen und Afrikaner nach Europa kommen, auf der Suche nach einem besseren Leben oder auf der Flucht vor Gewalt, Zerstörung und diktatorische Regimes. Doch der afrikanische Kontinent hat mehr zu bieten als nur Elend. Es gibt eine Reihe von Staaten, die es in den letzten Jahren geschafft haben, erstaunliches wirtschaftliches Wachstum vorzuzeigen. In einigen hat sich eine lebhafte Demokratie entwickelt, alle konnten die absolute Armut ihrer Bevölkerung verringern und die sozialen Standards mitunter erheblich erhöhen. Es ist Zeit, einige der „Afrikanischen Löwen“, wie sie von Ökonomen in Anlehnung an die „Asiatischen Tigerstaaten“ genannt werden, einem breiteren Publikum vorzustellen. Um das Bild Afrikas mitzuverändern, von einem Kontinent des Leids zu einem Kontinenten des Optimismus. Schon heute sind viele Afrikanerinnen und Afrikaner optimistischer als manch ein Europäer oder Amerikaner.

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Ruanda – wenn Afrika den Westen sponsert

Ruanda KigaliRuanda ist ein Land, welches vor allem mit einem einschneidenden Ereignis in Verbindung gebracht wird: dem Völkermord von 1994. Im Jahr 1994 kam es zum Völkermord der Hutu an den Tutsi und moderaten Hutu. Monate später kam es zu einem militärischen Feldzug der Tutsi unter der Führung des jetzigen Präsidenten Paul Kagame, die einen gewaltigen Flüchtlingsstrom nach Zaire auslöste. Die niedrigsten Schätzungen gehen davon aus, dass bei dem Konflikt rund eine halbe Million Menschen starben, die höchste Schätzung geht von einer Million aus. Mindestens 60.000 Kinder wurden zu Vollwaisen. Und dennoch hat sich Ruandas Bruttoinlandsprodukt innerhalb der letzten 15 Jahre beinahe versechsfacht. Wie passt das zusammen?

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Demokratie im Rückzug

Der Sieg des Rechtsextremen Jair Bolsonaro bei den brasilianischen Präsidentschaftswahlen ist ein weiterer Bestandteil eines beunruhigenden Trends. Nachdem in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen in Demokratien leben durften, die vermehrt auch Minderheitenrechte und unveräußerliche Rechte des Einzelnen schützten, mehren sich seit drei Jahren die Anzeichen, dass dieser Fortschritt zumindest gestoppt, wenn nicht sogar umkehrt wurde. Beispielhaft sind hierbei die fünf bevölkerungsreichsten Staaten der Erde anzusehen, die von lupenreinen Demokratien weit entfernt sind.

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Nigeria – ein Riese ist sich selbst im Weg

Nigeria LagosNigeria ist ein Land mit 186 Millionen Einwohnern, mehr als Deutschland, Spanien und Frankreich zusammen. Im Jahr 2050 soll diese Zahl an die 400 Millionen gehen, mehr Einwohner als die USA. Es gibt 250 verschiedene ethnische Gruppe, die verschiedene Sprachen sprechen, was Nigeria zu einem der sprachenreichsten Länder der Erde macht.  In Österreich leben bereits mehr als 6.000 Nigerianische Staatsbürger, Tendenz steigend. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist es bereits jetzt Afrikas größte Wirtschaftsmacht, obwohl ein Großteil der Bevölkerung immer noch in bitterster Armut lebt. Grund dafür sind vor allem drei Dinge: Korruption, Ressourcenreichtum und interne ethnische Konflikte, die im Terror von Boko Haram, einer islamistischen Gruppierung die dem sogenannten Islamischen Staat nahesteht, ihren Höhepunkt findet. Nigeria hat die Möglichkeit, eine Supermacht des 21. Jahrhunderts zu werden, wenn es sich dabei nicht selber im Weg stehen würde.

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Ghana – eine aufstrebende Demokratie mit Problemen

Markt GhanaGhana scheint eine Anomalie innerhalb Westafrikas zu sein. Während in seinen Nachbarländern eine Diktatur nach der anderen regiert und wieder abgelöst wird, hat sich das Land zu einer, für afrikanische Verhältnisse, stabilen Demokratie entwickelt. Es gibt nationale, freie Wahlen, die friedlich ablaufen. Es hat erstaundliches Wirtschaftswachstum hervorzeigen können und kämpft seit langer Zeit einen bis dato erfolgreichen Kampf gegen Korruption. Doch das Land steht vor Herausforderungen, vor solchen, aus denen es sich selber befreien kann, und solchen, bei denen es Hilfe braucht.

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Äthiopien – das Ende des goldenen Wachstums?

Teil 1 der Serie über die „Afrikanischen Löwen“, afrikanische Volkswirtschaften, welche erstaunliches Wachstum vorlegen und weltpolitisch an Bedeutung gewinnen.

Äthiopien ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Es war das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, welches noch nie von einer fremden Macht regiert wurde (abgesehen von der kurzen Episode durch Italien während des Zweiten Weltkrieges), es ist der bevölkerungsreichste Binnenstaat der Welt, die Wiege der Menschheit, hat die meisten UNESCO Weltkulturerbestätten auf dem Kontinent und die Hauptstadt Addis Abeba ist Sitz der Afrikanischen Union, dem Pendant zur Europäischen Union. Jahrelang war Äthiopien Darling internationaler Investoren und Ökonomen, doch in letzter Zeit mehren sich die Krisen.

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Es gheat mehr glesen!

Buchrezension

Bücher zu lesen ist eine Angewohnheit, die sich viele Menschen vornehmen, die die wenigsten aber tatsächlich konsequent durchziehen können. Bill Gates beispielsweise behauptet von sich, er lese jede Woche ein Buch fertig. Mark Zuckerberg hat sich schon 2013 vorgenommen, alle zwei Wochen ein Buch komplett zu lesen. Der Star-Investor Warren Buffett ist ein noch passionierterer Leser: bevor er zu investieren begann, las er am Tag zwischen 600 und 1000 Seiten. Jeden Tag! Auch heute liest er mindestens 500 Seiten an einem Tag, sagt, dass 80% seines wachen Zustandes daraus besteht, zu lesen.

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Dieses Gutachten zur Wohnungspolitik braucht kein Mensch

Wissenschaftliche Berater der deutschen Bundesregierung plädieren dafür, einen radikalen Kurswechsel in Sachen Wohnungspolitik zu machen. Jetzt soll das, wenn es nach den Gutachtern geht, nicht in Richtung von mehr Sozialwohnungen, stärkeren Mietkontrollen und einer Vergünstigung von Grundstücken in Städten gehen. Im Gegenteil.

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Rassismus und soziale Mobilität

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Deutschland diskutiert über Opfer von Rassismus. Endlich, könnte man meinen, nachdem die Diskussionen der letzten drei Jahre sich vor allem darum gedreht hat, rassistische Ängste und Ressentiments von Bürgern als „berechtigte Sorgen“ zu legitimieren. Stein des Anstoßes war Mesut Özil, der in seiner Rücktrittserklärung auch die rassistische Behandlung durch die Medien und das DFB-Präsidium als einen der Rücktrittsgründe angeführt hat. Kurz danach begann der Hashtag #MeTwo auf Twitter zu trenden, in dem Menschen mit Migrationshintergrund über rassistische Erfahrungen in ihrem Leben berichten. Diese Berichte sind oft herzzerreißend, manche sind widerlich und einige wenige führen zu akuten Brechreizen. Was allerdings auffällt, ist die häufige Anzahl rassistischer Ereignisse in der Schule.

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Das Desaster Hartz IV – Teil 2: Soziale Auswirkungen

Hartz IVIm ersten Teil der Hartz IV Serie klärten wir, was Hartz IV genau ist, warum es eingeführt wurde und was seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt waren. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Auswirkungen sehr minimal waren, sowohl die positiven, als auch die negativen. Dieser Blogbeitrag untersucht nun, wie die sozialen Auswirkungen von Hartz IV waren: Armutsquoten, Einkommensungleichheit, soziale Mobilität und materielle Deprivation werden die Indikatoren sein, an der wir sie messen.

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